Thomas Evangelium  Logion 1 bis 42

Ist das Evangelium nach Thomas wahr und hilfreich?

Um es vorweg zu nehmen, ich bin nicht der Meinung, dass das Thomas Evangelium für sich alleine gesehen eine sinnvolle Quelle für das Verständnis der Wahrheit ist, die uns Jesus Christus näher gebracht hat in Wort und Tat.

Vielmehr sollte das Thomas Evangelium als Ergänzung zu den 4 in der Bibel enthaltenen Evangelien gelesen werden, als eine weitere Perspektive auf die Wahrheiten, die uns Jesus vermittelt. Würde man hingegen das Thomas Evangelium isoliert betrachten, so wäre das Ergebnis mitunter eine Irrlehre, die wesentliche Aspekte der Wahrheit unter den Tisch fallen lassen würde und insgesamt falsche Eindrücke vermieten könnte. Das Problem hierbei ist vor allem der Umstand, dass das Thomas Evangelium weitgehend am Herz bzw. der Seele des Menschen vorbeigeht und den kalten Verstand anspricht. So kann der Eindruck entstehen, dass eine Vereinigung mit Gott durch eine reine Erkenntnis des Verstandes erreicht werden könnte und die Vereinigung der Herzen, die Liebe und das Mitgefühl zweitrangig oder gar überflüssig sei. Tatsächlich ist es aber so, dass erst das liebende Verständnis des Herzens die Vereinigung und Versöhnung der Seelen herbeiführen kann und das wir diese gerade in Jesus Christus, in seinem göttlichen Geist vollziehen können. Wird diese nicht vollzogen, so verliert sich der Mensch mitunter in der Illusion von Einheit, nicht aber in der wahrhaftigen Einheit, in die nur derjenige eingeht, der sich in Liebe mit seinen Brüdern und Schwestern versöhnt. Erkennbar wird der Eingang in das Reich Gottes schließlich auch im täglichen Leben durch die Liebe des betreffenden Menschen und seine Ausdrücke, also die Ähnlichkeit zur Liebe des Jesus Christus. All dies verschweigt uns das Thomas Evangelium. Der kalte Denker, der sich mit dem Thomas Evangelium alleine retten will, bleibt in einer Blase, die er für die Vereinigung, gar für Gott halten mag. Das ist die Gefahr des Thomas Evangeliums, wenn es als Gegenposition zur Bibel gelesen und verstanden wird.

So ergeht die eindringliche Bitte an alle Leser des Thomas Evangeliums, dieses in Ergänzung der vier anderen Evangelien zu lesen, nicht aber als Gegenposition aufzufassen und damit womöglich falsch zu interpretieren. „Wer die Deutung dieser Worte findet, wird den Tod nicht schmecken.“, sagt Jesus im Logion 1 und man sollte ergänzen, dass diese nur im Heiligen Geist und im Gesamtzusammenhang der Bibel gefunden werden kann

Ich habe nachfolgend die Textpassagen der ersten 42 Logions des Thomas Evangeliums zusammen mit je  einer Quintessenz und kurzen Erläuterung dargestellt.

Was ist nun der zusätzliche Wert des Thomas Evangeliums, warum sollte man sich überhaupt damit befassen? Der Wert des Thomas Evangeliums liegt in der deutlicheren Offenlegung dessen, was die Einheit mit Vater und Sohn tatsächlich bedeutet. Das Johannes Evangelium weist bereits deutlich darauf hin, dass Jesus genau diese Einheit, das Eins-Sein mit sich selbst und Gott für uns im Auge hat. Doch in den anderen drei Evangelien wird dieser tiefgreifende Ausblick kaum deutlich. Der Weg vom umkehrwilligen Sünder, über die Liebe bis hin zu Einheit lässt sich dann auch in der Reihenfolge der Evangelien nachvollziehen (die 3 synoptischen Evangelien, das Johannes Evangelium und schließlich das Thomas Evangelium), die eine Orientierung vom Fleisch hin zum Geist aufzeigen. Jesus hat uns diesen Weg selbst aufgezeigt, indem er sich heute insbesondere im Geist zeigt und im Geist Eins ist mit dem Heiligen Geist und dem Vater. Die Versteifung auf den körperlichen Ausdruck mag dem Menschen zunächst zu eigen sein, aber Jesus selbst löst diese Versteifung auf.

Die historischen Querelen zwischen denjenigen Menschen, die insbesondere die Fleischwerdung von Jesus als Inbegriff des Glaubens ansahen und denjenigen Menschen, die die Geistwerdung von Jesus als die höchste Erkenntnis ansahen sollten beigelegt werden. Denn die Wahrheit erschießt sich durch die Erkenntnis sowohl der Fleisch- als auch der Geistwerdung von Jesus Christus und die daraus ersichtliche Einheit von Fleisch und Geist. Die Botschaft ist eben nicht die, dass Gott Fleischform hat und nicht die, dass Gott Geist ist. Die tatsächlich erschütternde Wahrheit ist die, dass Gott sowohl Fleisch- als auch Geistform hat und beides zusammengehört – beides sinnvoll und richtig ist.

Erst aus dieser Gesamtschau der Elemente des Glaubens ergibt sich dann die Schlussfolgerung, dass wir selbst, die wir im Fleisch erscheinen eben auch Geist sind und uns – ausgehend von einem zwischenzeitlich fleischlichen Leben – im Geist die Einheit mit Gott, mit Jesus in Gott, erschließen. Es ist die Einheit im Geist, die dadurch auch zu einer Einheit des Fleisches wird. Denn wo die menschlichen Körper im Geiste vereinigt sind, dort leben die Körper auch im Frieden miteinander. Ohne die Vereinigung im Geiste, können sich die Körper, die ja offensichtlich separiert sind, sich nicht vereinigen und werden auch weder Liebe noch Frieden finden. Das zeigt die Gesamtschau der Evangelien in der dramatischen Zuspitzung im Thomas Evangelium auf.

Das Thomas Evangelium wird auch heute noch vom fleischlich orientierten Menschen abgelehnt und so muss es auch sein. Denn das Thomas Evangelium zeigt ja in besonderer Weise auf, dass die Trennung im Fleisch, die dem fleischlichen Menschen so wichtig ist, im Geist überwunden wird. Die Botschaft ist klar, wer bereit ist, der kann in den Geist eintreten und findet Erlösung und Erfüllung. Er wird eins mit Gott. DAs ist ein Wissen, dass nicht durch die Ohren derjenigen dringen kann, für die es nicht gedacht ist – noch nicht. Bevor der Mensch für die Aufnahme dieser Wahrheit bereit wird, muss er durch das Leben in der Sklaverei und Wüste gehen. Er versteht in dieser Zeit nicht, warum Gott ihn leiden lässt und er kann ihn auch nicht spüren, er findet keinen Trost. Er vermutet, dass Gott entweder nicht da ist, nicht mächtig ist oder nicht gut ist. Er kann es sich eben nicht erklären.

Und das ist auch gut so, denn sonst wäre der Lohn des Lebens dahin. Der Erfolg des fleischlichen Lebens wäre dahin. Denn der Erfolg des Lebens ist der Erfahrungsschatz, den die Seele mitbringt. Es ist die Erfahrung von Leid und Freud, von Liebe und Verzweiflung, vom Sünder sein und vom Opfer sein, vom geboren werden und vom sterben. Es ist die Erfahrung von Verlust und vom Finden. Es ist die Erfahrung vom Geben und Nehmen. Es sind die Erfahrungen, die zur Reife der Seele führen, zur Seelentiefe. Wer kann sich freuen, wenn er noch nie Leid erlebt hat? Das geht nicht. Ebenso gibt es keine Liebe, ohne das Verständnis von Lieblosigkeit. Es gibt kein Mitgefühl ohne die Erfahrung von Mangel an Mitgefühl. Um dies alles erleben zu können, muss der Mensch seine Lebenserfahrungen ohne den ständigen Trost Gottes machen. Er muss zeitweise alleine gelassen werden. Der Zweck heiligt hier tatsächlich die Mittel. Und es ist Gott der sich selbst leiden lässt, wie sich dann nachträglich erweist, wenn der Schleier weggenommen wird.

So ist es also gut und richtig, wahrlich zu leben, erst fleischlich und dann – hoffentlich bald – in den Geist Gottes einzugehen. DAs Thomas Evangelium wird erst dann interessant, wenn der Schritt in den Geist ansteht. Die Liebe und das gluck, die im Geist erfahren wird sprengt alles Vorstellungsvermögen. Es kann nicht vorgestellt werden, es ist unfassbar gut. Unermesslich schön. Das ist das Erbe für denjenigen, der die Strapazen des Eingehens in den Geist überstanden hat. Diese Strapazen sind so groß, dass man sie nicht auf sich nehmen kann, wenn man noch nicht bereit ist. Auch sind die Anfechtungen am Ende am größten. Doch nach den Strapazen kommt das Glück und der ewige Trost. Das glaubt nur, wer schon bereit ist. Und das ist gut so.

So ist das wahre Geheimwissen deswegen geheim, weil es nicht anders geht. Gott kann uns nicht alles im Vornherein erklären, denn sonst würden wir die tiefe der Verzweiflung nicht erfahren und damit auch nicht die Tiefe der Seele entwickeln können. Das Paradies und Gott sind dem Menschen verborgen, bis er plötzlich anfängt es wirklich zu wollen und einzugehen. Das wird bereits von Gott veranlasst nach der Weisheit Gottes. Und es kann immer sein, dass die Letzten die Ersten sein werden. Wer heute Unverständig ist, der wird in einigen Jahren vielleicht verständig sein, weil er soweit ist.

Ich wünsche allen Menschen, die bereitet sind für die Aufnahme in das Reich Gottes ein Studium der nachfolgenden Verse im Heiligen Geist, auf das Missverständnisse vermieden werden und Einheit in Gang kommt. Gott ist mit Euch.

Logion 2 (die Übersetzung aller Logions stammt von http://www-theol.uni-graz.at/~heil/lvws0506/evth.pdf)

(1) Jesus spricht: „Wer sucht, soll nicht aufhören zu suchen, bis er findet. 
(2) Und wenn er findet, wird er bestürzt sein. 
(3) Und wenn er bestürzt ist, wird er erstaunt sein. 
(4) Und er wird König sein über das All.“

Sucht bis ihr findet und rechnet mit dem Unerwarteten.

Bereits im 2. Logion betont Jesus die Erfordernis, die Suche nicht aufzugeben, bis gefunden wird. Allerdings wird hier von einer Bestürzung gesprochen, die den Sucher ergreifen wird und eine Verwunderung oder Verwirrung, die mit dem Finden einhergeht. So wird der Verstand tatsächlich die Dinge nicht erfassen können, vielmehr wird der Verstand von dem ersetzt, was gefunden wird: der Heilige Geist, der uns eins macht mit Gott. Dies ist kein Gegensatz zum Johannesevangelium, denn dort betet Jesus ja dafür, dass wir genau diese Einheit mit dem Vater finden werden. Da der Vater Herr über das All ist, tritt jeder Mensch in diese Macht ein, sobald er Eins wird mit dem Vater. Dies ist sicherlich intellektuell verständlich, nicht aber im Hinblick auf das, was es wirklich bedeutet. Die wahrhafte Deutung verschließt sich dem Verstand, denn sie wird erst erschlossen, wenn die Einigung tatsächlich vollzogen wird.

Der Mensch, der das Thomas Evangelium ungeachtet der Bibel an sich nimmt, wird dies gerne missverstehen. Er wird mitunter von Machtphantasien heimgesucht, die seiner Abgrenzung von den Mitmenschen entspringt. Daher ist das Thomas Evangelium auch so gefährlich für alle Menschen, die die Liebe nicht verstanden und erkannt haben. Die wahre Deutung findet man nur in der liebenden Vereinigung, nicht aber in der Suche nach Herrschaft über das All.

 

Logion 3 

(1) Jesus spricht: „Wenn die, die euch vorangehen, zu euch sagen: ‘Siehe, im Himmel ist das Königreich!’, dann werden euch die Vögel des Himmels zuvorkommen.
(2) Wenn sie zu euch sagen: ‘Es ist im Meer’, dann werden euch die Fische zuvorkommen. 
(3) Vielmehr: Das Königreich ist innerhalb von euch und außerhalb von euch.“ 
(4) „Wenn ihr euch erkennt, dann werdet ihr erkannt werden, und ihr werdet begreifen, daß ihr die Kinder des lebendigen Vaters seid. 
(5) Wenn ihr euch aber nicht erkennt, dann existiert ihr in Armut, und ihr seid die Armut.“

Wer (noch) nicht in das Reich Gottes eingeht, der vegetiert (noch) in Armut, bis seine Zeit kommt.

Das Königreich ist bereits mitten unter Euch, doch ihr seht es nicht, spricht der Herr. Und es ist zu finden in uns und außerhalb von uns. Es wird gefunden in der Versöhnung und Vereinigung miteinander in Jesus in Gott. Das Reich wird sichtbar, wenn die Vereinigung vollzogen wurde. Es geht hier nicht um Verständnis des Verstandes, sondern es geht um den Vollzug der Vereinigung in Liebe und Vertrauen. Die „Erkenntnis“ von der auch in Vers 4 des Legion 3 gesprochen wird, ist nicht ein gedankliches Verstehen, sondern der innerliche Vollzug der Vereinigung durch die Überwindung der Abgrenzung in der Versöhnung. Wird diese Vereinigung nicht wirklich Vollzogen, dann gibt es auch keine Erkenntnis, ganz gleich was der Mensch denkt. Der Mensch bleibt in der Armut bzw. Sünde wenn er nicht in das Reich Gottes eintritt.

 

Logion 4 

(1) Jesus spricht: „Der Mensch, alt in seinen Tagen, wird nicht zögern, ein kleines Kind von sieben Tagen über den Ort des Lebens zu befragen, und er wird leben.
(2) Denn viele Erste werden Letzte sein.
(3) Und sie werden ein einziger sein.“

Der Ort des Lebens ist uns von Natur aus gegeben. Wir sind dort Eins. Nur zeitweise bleibt es verborgen.

Ihr müsst werden wie die kleinen Kinder, denn sie sind nicht getrennt von Gott. Sie haben sich nicht abgegrenzt von sind nicht in Stolz, Hass und Furcht verfallen. In der Welt werden diese Menschen gering geachtet, obwohl sie die Lichter im Reich Gottes sind. Und diese leuchtenden Menschen sind Eins im Heiligen Geist, im Reich Gottes.

 

Logion 5  

(1) Jesus spricht: „Erkenne, was vor deinem Angesicht ist, und das, was für dich verborgen ist, wird sich dir enthüllen.
(2) Denn es gibt nichts Verborgenes, das nicht offenbar werden wird.“

Wer das Göttliche  hier und jetzt erkennt, der ist in den Geist der Erkenntnis eingetreten.

Nehmt Euch gegenseitig an, nehmt alles an. Liebt Euren Nachbarn wie Euch selbst. All dies erneut auf die Wahrheit der Einheit hin, die im allwissenden Geist Gottes erreicht wird; dort ist selbstverständlich nichts verborgen, sondern alles bekannt und angenommen und transzendiert im Gesamtverständnis des Heiligen Geistes.

Logion 6 

(1) Seine Jünger fragten ihn, (und) sie sagten zu ihm: „Willst du, daß wir fasten? Und in welcher Weise sollen wir beten und Almosen geben? Und auf welche Speisen sollen wir achtgeben?“
(2) Jesus spricht: „Lügt nicht. 
(3) Und tut nicht das, was ihr haßt.
(4) Denn alles ist enthüllt vor dem Angesicht <der Wahrheit>.
(5) Denn es gibt nichts Verborgenes, das nicht offenbar werden wird. 
(6) Und es gibt nichts Verhülltes, das ohne Enthüllung bleiben wird.“

Tut anderen nichts, das ihr nicht wollen würdet. Alles wird aufgedeckt werden.

Tut einem anderen nicht an, was ihr nicht wollen würdet, wenn ihr er wäret. Wahres Fasten bedeutet also, sich der Sünde zu enthalten. Ferner werden alle unsere Taten in der Wahrheit des Heiligen Geistes vorgeführt, sobald wir in ihn eintreten.

 

Logion 7 

(1) Jesus spricht: „Selig ist der Löwe, den der Mensch essen wird, und der Löwe wird Mensch sein. 
(2) Und abscheulich ist der Mensch, den der Löwe essen wird, und der Löwe wird Mensch sein.“

Lasst Euch vom Geist Gottes absorbieren, nicht vom Geist der Welt (dem Geist der Täuschung und Verfremdung).

Wer in den Geist des Herrn aufgenommen wird ist selig. Wo aber der Herr in den Geist des sündigen Menschen gerät, dort ist er verdorben, wie es der sündige Mensch ist. Die Essenz ist die Gleiche, doch die Göttlichkeit wird im sündigen Menschen (dem Löwen) verborgen und in Bosheit verwandelt. Wo der sündige Mensch sich aber dem göttlichen Geist hingibt, dort ist er gerettet.

 

Logion 8 

(1) Und er spricht: „Der Mensch gleicht einem verständigen Fischer, der sein Netz ins Meer warf. Und er zog es herauf aus dem Meer, gefüllt mit kleinen Fischen. 
(2) Unter ihnen fand der verständige Fischer einen großen, guten Fisch. 
(3) Er warf alle kleinen Fische herab ins Meer, (und) er wählte den großen Fisch ohne Mühe.
(4) Wer Ohren hat zu hören, soll hören.“

Geht in den Geist des Herrn ein und lasst alles andere beiseite.

Wer den Schatz findet, der sucht nicht nach kleinen Münzen, die nur ein Abglanz des wahren Schatzes sind. Wir finden den wahren Schatz durch Jesus und den Heiligen Geist. Es ist die Einheit im Geiste Gottes.

 

Logion 9 

(1) Jesus spricht: „Siehe, ein Sämann zog aus. Er füllte seine Hand (mit Saatgut), (und) er warf (es aus). 
(2) Einiges fiel auf den Weg. Die Vögel kamen, sie pickten es auf. 
(3) Anderes fiel auf den Fels, und es trieb keine Wurzel hinab in die Erde, und es ließ keine Ähren emporspriessen. 
(4) Und anderes fiel unter die Dornen, sie erstickten die Saat, und der Wurm fraß sie. 
(5) Und anderes fiel auf gute Erde, und sie brachte gute Frucht hervor. Es kam sechzigfältig und hundertzwanzigfältig.“

Wer die Wahrheit aufnimmt und an ihr festhält, sie behütet und pflegt, der wird reiche Frucht bringen.

Die Bemühungen des Herrn gelten allen Menschen, aber nur wenige sind in der Lage, die Frucht zu bringen, die in der Vereinigung mit dem Herrn gefunden wird. Langfristig wird allerdings dennoch eine vollständige Verwandlung erreicht, denn die Früchte vermehren sich gewaltig. Es kommt eine Kettenreaktion der Umwandlung in Gang. Dies ist das Prinzip Gottes, das uns Jesus offenlegt.

 

Logion 10 

Jesus spricht: „Ich habe Feuer in die Welt geworfen, und siehe, ich bewahre es, bis es lodert.“

Der Geist der Wahrheit verzehrt die Verblendung, braucht aber Zeit sich zu entfalten.

Wer im Geist des Herrn entzündet wird, der gehört dem Feuer des Herrn an und steht unter dem Schutz und der Führung des Herrn. Er trägt dazu bei, dass sich das Feuer weiter verbreitet und alle Menschen nach und nach erfasst.

Logion 11 

(1) Jesus spricht: „Dieser Himmel wird vergehen, und der (Himmel) oberhalb von ihm wird vergehen.
(2) Und die Toten leben nicht, und die Lebenden werden nicht sterben.
(3) In den Tagen, als ihr Totes verzehrt habt, habt ihr es lebendig gemacht. Wenn ihr im Licht seid, was werdet ihr tun?
(4) An dem Tage, als ihr einer wart, seid ihr zwei geworden. Wenn ihr aber zwei geworden seid, was werdet ihr tun?“

Alles verändert sich, doch die Lebenden sterben nicht. Werdet lebendig, indem ihr in das Leben eingeht.

Alles ist im Fluss. Die Dinge sind nicht lebendig, sondern tot. Das Lebende verändert sich immer und bleibt in der Veränderung lebendig. Das Tote wird durch den Geist belebt, es hat für sich genommen kein Leben. Wenn wir im Licht sind, dann sind wir der Geist und beleben die Dinge. Die Menschen haben sich getrennt vom Licht und sehen sich als das Ding, das allerdings gar nicht lebt, ohne den Geist. So muss der Mensch wieder erkennen, dass es nicht zwei sind, sondern nur der eine Geist, der alle Dinge belebt und der Strom der veränderlichen Dinge sind nichts anderes als das Leben des Geistes. Das Leben ist im Geist, die separierten Dinge sind eine Vorstellung, die so nicht tragfähig ist.

 

Logion 12 

(1) Die Jünger sprachen zu Jesus: „Wir wissen, daß du von uns gehen wirst. Wer ist es, der (dann) über uns herrschen wird?“
(2) Jesus sprach zu ihnen: „Wohin (auch immer) ihr gelangt sein werdet– zu Jakobus dem Gerechten sollt ihr gehen, um dessentwillen der Himmel und die Erde entstanden sind.“

Kommt zum gerechten Gott, er wird Euch hegen und beschützen.

Jakobus bedeutet „Er (Gott) möge schützen“. So ist auch klar, dass wir zu Gott gehen und dass Gott bei uns ist und uns beschützt. Er ist der Gerechte, dessentwillen der Himmel und die Erde entstanden sind. Offensichtlich sollen wir zu dem gehen, der uns belebt um selbst das Leben zu werden.

 

Logion 13  

(1) Jesus sprach zu seinen Jüngern. „Vergleicht mich (und) sagt mir, wem ich gleiche.“
(2) Simon Petrus sprach zu ihm: „Du gleichst einem gerechten Boten12.“
(3) Matthäus sprach zu ihm: „Du gleichst einem (besonders) klugen Philosophen.“
(4) Thomas sprach zu ihm: „Lehrer, mein Mund vermag es ganz und gar nicht zu ertragen zu sagen, wem du gleichst.“
(5) Jesus sprach: „Ich bin nicht dein Lehrer. Denn du hast getrunken, du hast dich berauscht an der sprudelnden Quelle, die ich ausgemessen habe.“
(6) Und er nahm ihn, (und) er zog sich zurück, (und) er sagte ihm drei Worte.
(7) Als Thomas aber zu seinen Gefährten kam, befragten sie ihn: „Was hat dir Jesus gesagt?“ 
(8) Thomas sprach zu ihnen: „Wenn ich euch eines von den Worten sage, die er mir gesagt hat, werdet ihr Steine aufheben (und) auf mich werfen, und Feuer wird aus den Steinen herauskommen (und) euch verbrennen.“

Gott kann nicht in Worte gefasst werden, man kann aber Eins werden mit ihm, wenn man ein verständiger Jünger ist.

Jesus mit Worten zu beschreiben bleibt Stückwerk, es geht eigentlich nicht.

 

Logion 14 

(1) Jesus sprach zu ihnen: „Wenn ihr fastet, werdet ihr euch Sünde hervorbringen. 
(2) Und wenn ihr betet, werdet ihr verurteilt werden. 
(3) Und wenn ihr Almosen gebt, werdet ihr Schlechtes für euren Geist (pl.) tun.“
(4) „Und wenn ihr in irgendein Land geht und wandert von Ort zu Ort (und) wenn sie euch aufnehmen, (dann) eßt das, was man euch vorsetzen wird. Die Kranken unter ihnen heilt!
(5) Denn was in euren Mund hineingehen wird, wird euch nicht beflecken. Vielmehr das, was aus eurem Mund herauskommt, das ist es, was euch beflecken wird.“

Verfangt Euch nicht im vorgetäuschten Glauben der Pharisäer und Schriftgelehrten.

Die Verse 4 bis 5 sind aus der Bibel bekannt, die Verse 1 bis 3 scheinen allerdings im krassen Widerspruch zur Bibel zu stehen. Allerdings ist das Fasten hier im Zusammenhang mit dem Essen zu sehen, dass einem auf der Wanderschaft vorgesetzt wird. Offensichtlich sollen hier keine Essensvorschriften beachtet werden, sondern ein wahrhaft göttliches Ziel. Die Essensvorschriften sind zu verwerfen, denn sie bringen dann Entzweiung (Sünde) hervor, wenn man den Gastgeber zurückweist und brüskiert. Das Thema des Almosen-Gebens wird in der Bibel erklärt: nur wenn wir Geben ohne dabei Stolz zu sein, wird uns das Geben helfen. Wir dürfen die eine Hand nicht die andere wissen lassen, was sie tut. Wir sollen nicht „Almosen“ geben, sondern dem anderen das geben, was er wirklich braucht und wonach er uns fragt. Ein arrogantes Geben von oben herab ist tatsächlich Sünde. Weiterhin ist auch beten nicht gleich beten. Das wahrhafte Beten sucht die Vereinigung mit dem Heiligen Geist oder findet im Heiligen Geist statt. Wird allerdings im menschlichen Denken gebetet, also nach Dingen gefragt, die nicht dem Geist Gottes entsprechen, so wird uns dafür Verurteilung zuteil. Jesus hat selbst gebetet, es kann folglich nicht gemeint sein, dass Beten grundsätzlich falsch sei. Dies wäre auch nicht mit dem Aufruf zur steten Suche Gottes zu vereinbaren. Beten sollte aber nicht ein Bitten um nichtige Dinge sein. Logion 14 zeigt besonders eindrucksvoll auf, wie katastrophal falsch das Thomas Evangelium zwangsläufig verstanden werden muss, wenn die anderen Evangelien nicht bekannt wären oder nicht berücksichtigt würden.

 

Logion 15 

Jesus spricht: „Wenn ihr einen seht, der nicht von einer Frau geboren wurde, werft euch nieder auf euer Angesicht (und) huldigt ihm. Jener ist euer Vater.“

Ihr könnt jemanden treffen, der Eins mit Gott ist. Er ist nicht das, was er zu sein scheint, sondern er ist das Leben selbst.

Wer nicht von einer Frau geboren wurde ist das Leben selbst. Er hat sich in Gott gefunden und ist daher Eins mit Gott. Dieser soll verehrt werden, man soll ihm folgen.

Logion 16 

(1) Jesus spricht: „Vielleicht denken die Menschen, daß ich gekommen bin, Frieden in die Welt zu werfen. 
(2) Doch sie wissen nicht, daß ich gekommen bin, Zwistigkeiten auf die Erde zu werfen: Feuer, Schwert, Krieg.
(3) Es werden nämlich fünf in einem Haus sein: Es werden drei gegen zwei sein und zwei gegen drei, der Vater gegen den Sohn und der Sohn gegen den Vater.
(4) Und sie werden dastehen als einzelne.“

Der Geist Gottes ist nicht zu vereinbaren mit dem Geist der weltlichen Menschen, die Gott nicht erkennen und gegeneinander kämpfen. Es wird daher zunächst zu noch mehr Kampf kommen. Nicht alle werden den Geist der Wahrheit annehmen, vielmehr werden sie ihn intensiv bekämpfen, sobald er sichtbar wird.

Jesus weist auch in den anderen Evangelium auf das falsche Verständnis von Frieden hin: Es geht nicht darum, dass sich verschiedene falsche Lebensweisen gegenseitig tolerieren und wertschätzen. Es geht nicht darum, dass sich lieblose Menschen zurückhalten und auf einen zeitweise vorteilhaften Friedensvertrag verständigen. Es geht um die Aufgabe des falschen Lebens an sich. Es geht um eine Wiedergeburt im Geist. Und dies ist selbstverständlich etwas, was denjenigen erzürnt, der mit seinem lieblosen Leben ganz zufrieden ist und daran festhalten möchte. Diese Menschen werden daher das Vorhaben Gottes aufs bitterste zu bekämpfen. Sie werden versuchen, Gott zu töten. Sie werden Gott ans Kreuz nageln.

 

Logion 17 

Jesus spricht: „Ich werde euch das geben, was kein Auge gesehen und was kein Ohr gehört hat und was keine Hand berührt hat und was nicht in den menschlichen Sinn gekommen ist.“

Gott kann nicht gesehen und begriffen werden, wohl aber kann er aufgenommen werden und man kann Eins mit ihm werden, indem man sich aufnehmen lässt. Der Herr gibt uns das, was er ist auf das wir es ebenfalls sind.

Was Jesus uns gibt, kann nicht begriffen werden. Es ist einfach da. Es vereint uns mit ihm und es ist Er.

 

Logion 18 

(1) Die Jünger sprachen zu Jesus: „Sage uns, wie wird unser Ende sein?“
(2) Jesus sprach: „Habt ihr denn schon den Anfang entdeckt, daß ihr jetzt nach dem Ende fragt? Denn wo der Anfang ist, dort wird auch das Ende sein.
(3) Selig ist der, der im Anfang stehen wird. Da wird er das Ende erkennen, und er wird den Tod nicht schmecken.“

Das was wir tatsächlich sind hat weder Anfang noch Ende. Denkt daher nicht über ein Ende nach, sondern sucht das ewig Lebendige.

Anfang und Ende sind nur in den Dingen zu sehen, nicht aber im Leben selbst, das Anfang und Ende laufend verwendet, um lebendig zu sein. Wir finden dies heraus, wenn wir Eins im lebendigen Geist Gottes sind.

 

Logion 19 

(1) Jesus spricht: „Selig ist, wer war, bevor er wurde.
(2) Wenn ihr mir zu Jüngern werdet (und) auf meine Worte hört, werden euch diese Steine dienen.
(3) Denn ihr habt fünf Bäume im Paradies, die sich nicht verändern im Sommer (und) im Winter, und ihre Blätter fallen nicht ab. 
(4) Wer sie erkennen wird, wird den Tod nicht schmecken.“

Seid der Geist, der immer da ist, ganz gleich was zu geschehen scheint. Seid das Lebendige, nicht das Objekt, sondern das was das Objekt wandelt und erschienen lässt. Dann dient Euch alles, das erscheint.

Im Geist Gottes sind wir immer vorhanden, ganz gleich, was gerade wird. Die Worte des Herrn aufzunehmen, bedeutet letztlich in den Geist des Herrn einzutreten und dies macht uns Eins mit dem Herrn. Über die fünf Bäume ist aus der Bibel nur soviel bekannt, als das der Baum des Lebens einer davon ist und ein anderer der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. Diese Bäume sind offensichtlich dem Geist Gottes zu eigen. Was sind die anderen drei Bäume? Ich vermag es nicht zu sehen.

 

Logion 20 

(1) Die Jünger sprachen zu Jesus: „Sage uns, wem das Königreich der Himmel gleicht!“
(2) Er sprach zu ihnen: „Einem Senfkorn gleicht es. 
(3) <Es> ist der kleinste von allen Samen. 
(4) Wenn es aber auf die Erde fällt, die bearbeitet wird, bringt es einen großen Zweig hervor (und) wird zum Schutz für die Vögel des Himmels.“

Der Geist arbeitet immer von sich aus, er ist der Samen und das Leben und bringt alles hervor, wenn man ihm den Raum gibt.

Der Geist Gottes ist Leben und wird zu Schutz des Lebens, wenn er gehegt und gepflegt wird. Wo er nicht gehegt und gepflegt wird, dort geht er offensichtlich verloren bzw. bringt keine Frucht. So tragen wir alle diesen Samen in uns, doch es hängt von uns ab, was wir daraus machen. Geben wir ihm Wasser in Form von wertschätzender Aufmerksamkeit? Achten wir ihn? Sind wir uns des Geschenkes überhaupt bewusst, oder gehen wir achtlos daran vorüber wie unverständiges Vieh? Der Same ist zu allem fähig, doch es ist mehr erforderlich, als nur ein Same. Es ist eine gute Erde erforderlich, diese aber ist nur gut, wenn sie Wasser erhält und mit Nährstoffen angereichert wird und vor dem Raub beschützt wird. Ist er aber Gewachsen, so bietet er selbst Schutz.

Logion 21 

(1) Maria sprach zu Jesus: „Wem gleichen deine Jünger?“
(2) Er sprach: „Knechten gleichen sie, denen ein Feld anvertraut ist, das ihnen nicht gehört. 
(3) Wenn die Herren des Feldes kommen, werden sie sagen: ‘Laßt uns unser Feld.’ 
(4) Sie (aber) sind nackt vor ihrem Angesicht, damit sie es ihnen lassen (und so) ihnen ihr Feld geben.“

Solange ihr Euch für den erscheinenden Menschen haltet, bemüht Euch, Euch nichts anzueignen und nur dem Herrn zu dienen.

Die Jünger sind nackt vor den Herren des Feldes. Die Herren des Feldes sind jene, die mit Gott Eins sind. Wer aber nackt ist, der hegt keinen Besitzanspruch, sondern er pflegt lediglich und raubt nicht vom Herrn. So sollen wir alles dem Herrn lassen und selbst ganz besitzlos sein. Denn so werden wir selbst eingehen können in den Geist des Herrn. Wer aber etwas für sich beansprucht und es nicht in den Geist des Herrn geben möchte, der kann auch selbst nicht im Geist des Herrn sein. So sind die Jünger keine Fremdkörper im Geist des Herrn, sondern sie sind Knechte des Geistes.

 

(5) „Deshalb sage ich: Wenn der Hausherr erfährt, daß der Dieb im Begriff ist zu kommen, wird er wachsam sein, bevor er kommt (und) wird ihn nicht eindringen lassen in sein Haus, seinen Herrschaftsbereich, daß er seine Habe wegnehme.
(6) Ihr aber seid wachsam gegenüber der Welt! 
(7) Gürtet eure Lenden mit großer Kraft, damit die Räuber keinen Weg finden, um zu euch zu kommen.“

Die Welt wird versuchen Euch zu verführen und Euch vom Heiligen abzubringen, so dass ihr es verliert. Ihr benötigt große Kraft um zu widerstehen. Wendet Euch daher an die Kraft Gottes und lasst Euch von dieser behüten und lenken. Empfangt den Heiligen Geist, der Euch diese Kraft verleiht. Ohne ihn könnt ihr nicht bestehen.

Die Welt kommt allerdings als Dieb und möchte das für sich beanspruchen, was allein dem Herrn gehört. Gegen diesen Dieb, müssen wir uns gürten mit gr0ßer Kraft. Die große Kraft wiederum ist der Geist des Herrn selbst. Wir müssen also im Geist des Herrn wandeln, um die Kraft des Herrn zu haben, die den Raub verhindert. Der Begriff „die Welt“ ist hier offensichtlich auf eine weltliche Erscheinung gerichtet, die sich dem Geist des Herrn widersetzt und sich das aneignen möchte, was dem Herrn gehört: das Leben. Tatsächlich ist die Welt an sich tot, hat also keinerlei Kraft und kein Leben. Sie ist also auf den Missbrauch des Lebens angewiesen und dieser geling durch die Lüge und durch den Schrecken, den sie verbreitet. Der Schrecken führt dazu, dass die Lebewesen sich vom Leben abwenden und ihrerseits zum Schrecken beitragen. Vor dieser Bestrebung müssen wir uns schützen. Wir müssen immer im Geist bleiben und in der Liebe, ganz gleich wie groß der Schrecken und wie hinterlistig die Lügen und die daraus geborenen Anfeindungen auch immer sein mögen.

 

(8) „Denn das Notwendige, auf das ihr (sehnsüchtig) wartet, wird gefunden werden.
(9) Es möge in eurer Mitte ein verständiger Mensch sein! 
(10) Als die Frucht reif war, kam er in Eile mit seiner Sichel in der Hand, (und) er erntete sie.
(11) Wer Ohren hat zu hören, soll hören.“

Wenn die Zeit gekommen ist, werdet ihr in das Reich Gottes aufgenommen, wenn ihr reif seid. Seid geduldig.

Wenn uns dies gelingt, wenn wir trotz aller Anfeindungen und aller Schrecken, trotz aller Qualen nackt im Herrn stehen bleiben, so wird das sichtbar werden, worauf wir sehnsüchtig warten. Es ist die Erlösung in der Herrlichkeit und Liebe Gottes. Wenn wir verständig und reif sind, wird er seine Schnitter aussenden und uns in sein Reich aufnehmen. Dies kann allerdings nicht jeder hören, denn wer in der Lüge steht, dessen Ohren sind für die Wahrheit verschlossen. Wer in der Lüge steht, der glaubt dem Heiligen Geist nicht und lästert ihn damit.

 

Logion 22

(1) Jesus sah kleine (Kinder), die gestillt wurden.
(2) Er sprach zu seinen Jüngern: „Diese Kleinen, die gestillt werden, gleichen denen, die in das Königreich eingehen.“
(3) Sie sprachen zu ihm: „Werden wir denn als Kleine in das Königreich eingehen?“
(4) Jesus sprach zu ihnen: „Wenn ihr die zwei zu einem macht und wenn ihr das Innere wie das Äußere macht und das Äußere wie das Innere und das Obere wie das Untere, - 
(5) und zwar damit ihr das Männliche und das Weibliche zu einem einzigen macht, auf daß das Männliche nicht männlich und das Weibliche nicht weiblich sein wird -
(6) wenn ihr Augen macht anstelle eines Auges und eine Hand anstelle einer Hand und einen Fuß anstelle eines Fußes, eine Gestalt anstelle einer Gestalt, 
(7) dann werdet ihr eingehen in [das Königreich].“

Lasst Euch von Gott versorgen wie kleine Kinder. Versucht nicht, Euch auf eigene Faust zu versorgen. Werdet ganz Eins mit dem göttlichen Geist und versucht nicht, einen Geist der Teilung anzunehmen.

Jesus zeigt auf, wie die Kinder die Einheit verwirklichen. Sie spalten noch nichts ab, sie sind noch ganz im Geist Gottes integriert und werden von dort aus versorgt. Wenn wir es unterlassen, die Dinge abzuspalten und zu teilen, sondern alles im Geist des Lebens lassen, dann können wir selbst eins sein mit dem Geist des Lebens. Der Geist Gottes, der in uns ist und aus dem wir bestehen, wird sich dann abspalten, wenn wir nicht mehr wie die Kinder das Leben einfach annehmen. Wenn wir anfangen, Keile einzutreiben und uns als Teil, als Ding sehen, dann wird der Geist in uns sich genau für dieses Ding halten. Wir missbrauchen den Geist und formen eine Einheit, die überflüssig ist. Die Vielfalt benötigt unsere Trennung nicht, sondern sie ist natürlich da, wenn wir die Vielfalt, die sich ständig fließend erneuert akzeptieren und uns in der Vielfalt erkennen, nicht im Stück.

 

Logion 23 

(1) Jesus spricht: „Ich werde euch auserwählen, einen aus tausend und zwei aus zehntausend. 
(2) Und sie werden dastehen als ein einziger.“

Der Herr erwählt denjenigen der reif ist. Es sind anfänglich noch wenige, aber diese werden Eins sein mit dem Herrn.

Wie auch die Verse zur Saat, die nur in wenigen aufgeht, so weist auch dieser Vers daraufhin, dass im Leben offensichtlich nicht eine große Masse von Menschen in die Einheit Gottes eingeht. Wer aber eingegangen ist, der ist Eins mit allen anderen, die ebenfalls eingegangen sind. Dies ist sicherlich insofern unbefriedigend, als man sich wünschen würde, dass eine große Anzahl an Menschen eingehen wird. Und dies darf unsere Hoffnung sein, dass sich die Zahl derer, die eingehen wie ein Feuer aufbaut und zum Flächenbrannt wird, der über das Land fegt. Diese Hoffnung wird durch die anderen Verse genährt.

 

Logion 24 

(1) Seine Jünger sprachen: „Zeige uns den Ort, an dem du bist, weil es für uns nötig ist, daß wir nach ihm suchen.“
(2) Er sprach zu ihnen: „Wer Ohren hat, soll hören!
(3) Es existiert Licht im Inneren eines Lichtmenschen, und er erleuchtet die ganze Welt. Wenn er nicht leuchtet, ist Finsternis.“

Wir finden den Herrn, indem wir wie er die ganze Welt geistig erleuchten. Wendet Euch nicht ab von der Welt, sondern erleuchtet sie. Nehmt aber nicht die Lügen der Welt an, sondern die Wahrheit Gottes.

Jesus beantwortet nicht die Frage nach seinem Aufenthaltsort, was ja insofern unmöglich ist, als er allgegenwärtig ist. Vielmehr weist er darauf hin, dass ihn diejenigen finden, die sich selbst im Geist entzünden und entbrennen. Wer aber entszündet ist, der ist auch allgegenwärtig und erleuchtet daher die ganze Welt. Wer aber nicht entzündet ist, der lebt in der Finsternis.

 

Logion 25 

(1) Jesus spricht: „Liebe deinen Bruder wie dein Leben! 
(2) Behüte ihn wie deinen Augapfel!“

Die Liebe vereint Euch im Geist Gottes. Der Geist Gottes ist Liebe. Wer wahrhaft liebt, der tritt in den Geist Gottes ein.

Liebet einander, einer den anderen wie sich selbst. Das ist das Gebot, dass uns der Herr gegeben hat. Denn dies ist erforderlich, um im Heiligen Geist zu verbleiben. Wer seinen Bruder nicht liebt, der kann nicht im Licht bleiben und wandelt in Finsternis.

Logion 26 

(1) Jesus spricht: „Den Splitter, der im Auge deines Bruders ist, siehst du, den Balken aber, der in deinem Auge ist, siehst du nicht. 
(2) Wenn du den Balken aus deinem Auge herausziehst, dann wirst du deutlich (genug) sehen, um den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen.“

Ohne den Heiligen Geist könnt Ihr nicht klar sehen. Tretet in den Heiligen Geist ein und überwindet Eure Fehler im Geist.

Dieser Logion ist aus der Bibel hinlänglich bekannt. Nur wer im Geist Gottes steht, ist in der Lage, im Licht der Erkenntnis des Geistes Gottes zu sehen. Wer nicht eingegangen ist, der wird nicht helfen können, denn er verursacht selbst nichts rechtes und ist blind in seiner Täuschung. Der getäuschte Mensch hält sieht die Konsequenzen seiner Taten nicht, er versteht nicht, was er damit anrichtet und welches Leid er verursacht. Womöglich versteht er auch die Bedeutung von Leid des anderen noch nicht, weil er selbst nicht gelitten hat. So ist der Balken im eigenen Auge mitunter auch die mangelnde Erfahrung von Leid, was blind macht für das Leid des anderen und die Konsequenzen der eigenen Taten.

 

Logion 27 

(1) „Wenn ihr euch nicht der Welt enthaltet, werdet ihr das Königreich nicht finden. 
(2) Wenn ihr nicht den Sabbat zum Sabbat macht, werdet ihr den Vater nicht sehen.“

Wer stetig im Strom der weltlichen Sorgen und Geschäftigkeit schwimmt, der kann Gott nicht erkennen und kann nicht im Heiligen Geist wandeln.

Die Welt lügt insofern, als sie falsche Wertmaßstäbe entwirft und diejenigen dinge nicht erkennt, die wirklich wichtig sind für die Reifung der Seele. Der Mensch verliert sich daher mitunter in sinnlosen Geschäften, die seine Seele nicht reifen lassen und verflachen anstatt sie tiefer und empfindsamer zu machen. Ruhephasen sind erforderlich, um die Stimme des Herzens, die Stimme Gottes wieder wahrzunehmen und dem Weg zu folgen, auf dem die Seele auf Gott hin geformt wird.

 

Logion 28 

(1) Jesus spricht: „Ich stand in der Mitte der Welt, und ich offenbarte mich ihnen im Fleisch. 
(2) Ich fand sie alle trunken. Niemanden unter ihnen fand ich durstig. 
(3) Und meine Seele empfand Schmerz über die Kinder der Menschen, weil sie blind sind in ihrem Herzen, und sie sehen nicht; denn leer kamen sie in die Welt (und) suchen auch wieder leer aus der Welt herauszukommen. 
(4) Doch jetzt sind sie trunken. Wenn sie (jedoch) ihren Wein(rausch) abschütteln, dann werden sie umdenken.“

Werdet durstig, werdet sehend in Eurem Herzen. Schüttelt die Betäubung Eures Herzens ab und nehmt wahr.

Der Mensch soll aus diesem Leben nicht leer herauskommen, sondern mit einer gereiften und geformten Seele, die sich nach Liebe, Mitgefühl und Gerechtigkeit sehnt. Wenn der Mensch sich aber betäubt, dann fühlt er nichts mehr und reift seelisch nicht. Er verflacht und bleibt leer. Er lebt ohne sein Herz zu entwickeln. Er bleibt blind. Wenn er aber nicht mehr trunken ist, also hinsieht, dann wird er auch anfangen, umzudenken.

 

Logion 29 

(1) Jesus spricht: „Wenn das Fleisch entstanden ist wegen des Geistes, ist es ein Wunder.
(2) Wenn aber der Geist wegen des Körpers (entstanden ist), ist es ein wunderbares Wunder.“
(3) Jedoch wundere ich mich darüber, wie dieser große Reichtum in dieser Armut Wohnung genommen hat.

Was jetzt nach Armut aussieht, ist eigentlich Reichtum. Fürchtet Euch nicht.

Der göttliche Geist geht durch Erfahrungen der Armut und des Leides, der Machtlosigkeit und der Ohnmacht. Dies erscheint zunächst unverständlich, verwunderlich. Doch die Armut ist erforderlich, um die Tiefe der Empfindung zu erzeugen, die erst den Reichtum ermöglicht, der auf der Ernte des Empfindungsvermögens beruht. So ist das weltliche Leben eine Farm, in der Seelentiefe gezüchtet wird, Sinn und sSinn ist Leben.

 

Logion 30  

(1) Jesus spricht: „Wo drei Götter sind, sind es Götter.29 (2) Wo zwei oder einer ist, bin ich mit ihm.“

Was Euch fehlt, das ergänzt Gott. So könnt ihr auch alleine Göttlichkeit genießen, obwohl es eigentlich dafür mindestens drei braucht, die interagieren. Ich bin Euer zweiter und dritter Mann (göttliche Person).

Dieser Logion stellt eine Abwandlung der aus der Bibel bekannten Aussagen dar, dass Jesus dort mit uns ist, wo mehr als einer in seinem Namen versammelt ist. Es findet sich ferner ein Hinweis auf das Prinzip der Trinität, welches darin beruht, dass es für die Erschaffung von konkretem immer mindestens drei Perspektiven bedarf, die sich gegenseitig wechseln (das was ich war, das was ich werde und das was dies sieht). Der Herr ergänzt dies dort, wo nur eine Perspektive vorhanden zu sein scheint.

Logion 31 

(1) Jesus spricht: „Kein Prophet ist willkommen in seinem Dorf. 
(2) Ein Arzt heilt nicht die, die ihn kennen.“

Die Welt wird Euch nicht erkennen, wenn ihr mich erkennt und Euch in mir. Lasst Euch davon nicht aufhalten.

Wenn ein Mensch eine bestimmte Meinung über einen anderen Menschen hat und daran festhält, dann kann er nichts unerwartetes von diesem Menschen annehmen. Es wird für ihn unsichtbar, wird aus seiner Realität ausgeschlossen. Es kann auch deshalb so gut ausgeschossen werden, weil der andere eigentlich tatsächlich bekannt ist, also auch bekannt ist, wie er ausgeschlossen werden kann. So ist es den Menschen zu einer Routine geworden Gott auszublenden, gerade weil er ihnen so gut bekannt ist. Die Menschen verwenden ihre göttliche Natur dazu, ihre göttliche Natur zu unterdrücken und zu verfremden. Eigentlich sind wir eins mit Gott, wir kennen ihn so gut, weil wir aus dem gleichen Holz bestehen. Aber wir unterdrücken ihn und lassen uns nicht von ihm helfen. Wir wollen etwas anderes sein oder glauben dies zumindest. Das göttliche in uns ist indes verzweifelt über uns.

 

Logion 32

Jesus spricht: „Eine Stadt, auf einem hohen Berg erbaut (und) befestigt, kann nicht fallen, noch wird sie verborgen sein können.“

Wenn ihr in mich eingegangen seid, dann kann man Euch nicht mehr überwinden und man kann Euch nicht verbergen.

Wer zum Heiligen Geist steht, zur Einheit in Gott, und sich im Heiligen Geist befestigt gegen die Lügen der Welt, der kann nicht mehr besiegt werden und er kann nicht verborgen werden. Alle Bemühungen der Welt schlagen fehl, die Wahrheit zu verbergen, wo sich die Wahrheit ihrer Wahrheit bewusst geworden ist.

 

Logion 33 

(1) Jesus spricht: „Was du hören wirst mit deinem Ohr {mit dem anderen Ohr}, verkündige es auf euren Dächern.
(2) Denn keiner zündet eine Lampe an (und) stellt sie unter ein Getreidemaß, auch stellt er sie nicht an einen verborgenen Ort. 
(3) Vielmehr stellt er sie auf den Leuchter, damit ein jeder, der hereinkommt und herausgeht, ihr Licht sieht.“

Gebe weiter, was Du erfasst hast. Es ist ein Schneeballsystem.

Die Wahrheit lässt sich nicht aufhalten, sie verkündigt sich selbst.

 

Logion 34 

Jesus spricht: „Wenn ein Blinder einen Blinden führt, fallen beide hinab in eine Grube.“

Ihr könnt kein Führer sein, wenn ihr nicht in mich eingegangen seid.

Wer nicht im Geist Gottes wandelt, der ist selbst blinder Schüler und der kann niemandem helfen. Er bringt Unheil über sich und andere, weil er sich als verständig ausgibt. Das sind die falschen Propheten.

 

Logion 35

(1) Jesus spricht: „Es ist nicht möglich, daß jemand in das Haus des Starken hineingeht (und) es gewaltsam nimmt, es sei denn, er fesselt dessen Hände. 
(2) Dann wird er sein Haus ausplündern.“

Ihr könnt nicht überwunden werden, es sei denn ihr lasst Euch von der Lüge selbst fesseln. Ihr seid eigentlich stark.

Dieser Vers kommt in ähnlicher Form auch in der Bibel vor. Dort wird er allgemein so verstanden, dass Der Heiler den Teufel fesselt, um den Menschen von der Freiheit zu befreien. Dies ist sicherlich auch eine richtige Interpretation. Gleichsam geschieht es auch umgekehrt. Der Starke ist ja eigentlich das Göttliche in uns und nicht der Teufel. Die Kunst des Teufels besteht darin, den Starken in Lügen so zu fesseln, dass sich dieser seiner Stärke nicht mehr bewusst ist und für schwach hält. Auf diese Weise lassen sich Menschen von der Welt in die Irre führen, obwohl sie ganz und gar aus Gott bestehen, verhalten sie sich wie arme Knechte und begehen Sünden gegen Gott. Sie lassen sich vom schwachen besiegen und ausrauben.

 

Logion 36 

Jesus spricht: „Tragt nicht Sorge vom Morgen bis zum Abend und von der Abendzeit bis zum Morgen, was ihr anziehen werdet.“

Im Geist Gottes gibt es Vertrauen und keine Sorge. Wer an Sorgen festhält, der sperrt sich gegen den Geist Gottes. Lasst daher die Sorgen los und nehmt das Vertrauen an. So wechselt ihr in den Geist der Wahrheit.

Die Sorgen sind ein probates Mittel, den Menschen davon abzuhalten, sich im göttlichen Geist zu finden, welcher ja keine Sorgen hat. Da der Mensch nicht auf Gott vertraut, hat er tatsächlich Sorgen und es geht tatsächlich vieles schief. Aufgrund des mangelnden Vertrauens bestätigt sich die Notwendigkeit zur Vorkehrung und Sorge. Wir müssen also in den Geist springen, und können uns nicht testend in ihn hineinzittern.

Logion 37  

(1) Seine Jünger sprachen: „Wann wirst du uns erscheinen, und wann werden wir dich sehen?“
(2) Jesus sprach: „Wenn ihr euch entkleidet, ohne daß ihr euch geschämt habt und nehmt eure Kleider (und) legt sie unter eure Füße wie kleine Kinder (und) trampelt darauf, 
(3) dann werdet [ihr] den Sohn des Lebendigen sehen, und ihr werdet euch nicht fürchten.“

Haltet an keinem Besitz und keiner Lüge der Welt fest. Lasst dies alles fallen. So werdet ihr nackt sein und mich erkennen.

Wenn sich der Mensch seiner Besitztümer (der Anmaßungen, der Scham und der Aneignungen) entledig, dann steht er nackt und ehrlich vor Gott und wird sich im Reich Gottes wieder finden.

 

Logion 38  

(1) Jesus spricht: „Viele Male habt ihr begehrt, diese Worte zu hören, diese, die ich euch sage, und ihr habt niemand anderen, sie von ihm zu hören.
(2) Es wird Tage geben, da werdet ihr nach mir suchen, (und) ihr werdet mich nicht finden.“

Nur der Geist der Wahrheit spricht die Wahrheit. Sonst vermag niemand die Wahrheit zu verkünden.

Wer sonst hat gelehrt, was Jesus lehrt? Nur der Heilige Geist und dieser ist Eins mit dem Herrn.

 

Logion 39 

(1) Jesus spricht: „Die Pharisäer und die Schriftgelehrten haben die Schlüssel der Erkenntnis empfangen, (doch) sie haben sie versteckt34. 
(2) Weder sind sie hineingegangen noch haben sie die gelassen, die hineingehen wollten.
(3) Ihr aber seid klug wie Schlangen und lauter wie Tauben.“

Die Zugänge zum Reich Gottes werden von denjenigen versperrt, die berufen sind einzugehen, es aber nicht tun. Lasst Euch von diesen Menschen nicht täuschen, schaut nicht auf ihre Titel und Ämter und ihr intellektuelles Wissen. Nur wer in der Wahrheit steht, wird Euch helfen können. Lasst Euch nicht korumpieren.

Klugheit ist erforderlich, um die Lügen der Pharisäer und falschen Propheten zu enttarnen. Zu dieser Kategorie gehören alle Menschen, solange sie nicht im Heiligen Geist wandeln. Lauterkeit bedeutet, im Heiligen Geist zu bleiben.

 

Logion 40 

(1) Jesus spricht: „Ein Weinstock wurde außerhalb (des Weinbergs) des Vaters gepflanzt. 
(2) Und weil er nicht befestigt ist, wird er ausgerissen werden mit seiner Wurzel (und) wird zugrunde gehen.“

Wer nicht im Geist des Vaters, dem Heiligen Geist, steht, der trocknet aus und geht unter.

Wer nicht in Gott bleibt geht zugrunde. Ohne den Heiligen Geist vermögen wir nichts. Wir werden zertreten.

 

Logion 41 

(1) Jesus spricht: „Wer (etwas) in seiner Hand hat - ihm wird gegeben werden.
(2) Und wer nichts hat - auch das Wenige, was er hat, wird von ihm genommen werden.“

Nehmt den Heiligen Geist auf, so werdet ihr noch mehr empfangen.

Auch dieses Prinzip ist aus der Bibel bekannt. Es hört sich ungerecht an, doch es spiegelt eine Wahrheit wieder. Dort wo etwas ist, dort kann etwas wachsen. Und dort wo nichts ist, das zum Wachstum fähig ist, dort wird auch das wenige weggenommen bzw. geraubt. Daher müssen wir uns des göttlichen Samens in uns bewusst werden und ihn mehren, hegen und pflegen. Wenn wir ihn untergehen lassen, indem wir uns verfremden lassen, dann verlieren wir alles.

 

Logion 42  

Jesus spricht: „Werdet Vorübergehende.

Seid die Veränderung, das Leben und nicht eine Erscheinung.

So ist das Leben: es hält nichts fest, sondern es ist da, weil es lebt, also vorübergeht. Das ist das, was wir wirklich sind. Alles andere ist Illusion.